Springen

Kapitel 7

Landung nach einem Oxer

Behutsam wird das junge Springpferd auf spätere Turnierpräfungen vor- bereitet. Der umsichtige Reiter überträgt Ruhe und Vertrauen aufs Pferd. Beide bewältigen die  Trainings- aufgaben mit spielender Leichtigkeit. Kein Problem, wenn es mehr nicht ist. Wichtig ist, auch Trainingssprünge zu Hause so gründlich und voll aufzu- bauen, wie sie später dann auf Turnierplätzen vorgefunden werdcn.
Die Breite sollte mindestens vier Meter betragen. Bei  Hochweitsprüngen als hintere Begrenzung grund- sätzlich nur eine Stange auflegen, damit sich Pferde nicht arg verletzen, sollte es einmal zu einem Rumpler kommen. Um jungen Pferden das Taxieren der Sprunghöhe und die  Gestaltung der gesamten Flugkurve zu erleichtern, sollten anfangs keine Karree-Oxer, bei denen sich vordere und hintere Stange auf gleicher Höhe befinden, gebaut werden.  Die oberste Stange der vorderen Begrenzung  liegt bei jungen Pferden mindes- tens zehn Zentimeter tiefer. Bei reinen Anfänger-Pferden können es auch zwanzig Zentimeter sein. Und bei jungen Pferden nicht die Absprungstange auf dem Boden vergessen: Dorthin sehen die  Pferde, um sich einen geeigneten Absprungbereich zu suchen.

 

Kapitel 8

Späte Landungsphase ...

Etliche Tonnen Gewicht wurden bei der Landung,  Hundertstel-Sekunden bevor das Foto ge- schossen wurde, allein vom rechten Vorderbein aufgefangen und für Sekunden- bruchteile  allein getragen. Auf dem Foto hat das rechte Vorderbein durch das linke Vorderbein Entlastung erfahren. Obwohl wenig  später auch das linke 
Vorderbein für einen kurzen Moment das Gesamtgewicht allein zu tragen hat, war die Belastung für das rechte Vorderbein ungleich höher, weil nach einem Sprung durch die zusätzliche  Abwärtstendenz ungleich mehr Gewicht auf eine Einbeinstütze drückt, als es beim üblichen Galoppieren und einer Einbeinstütze zutrifft. Mit zunehmender Höhe der Sprünge nimmt die Belastung der Vorderbeine zu. So landen  Pferde, die beispielsweise krankhafte Veränderungen am linken Vorderbein haben, auffallend oft im Rechtsgalopp, um dem kranken linken Vorderbein das alleinige Auffangen der ersten Landungswucht zu ersparen.
Wie  wichtig Schutzgamaschen beim Springen sind, dokumentiert dieses Foto ebenfalls. Besonders weniger geübte Springpferde greifen sich bei der Landung schnell mit den Hinterhufen ins Vorderbein. 
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