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Ein junges Springpferd wird mit
aller gebotenen Vorsicht auf spätere Spring- prüfungen vorbereitet.
Bewusst ist der Oxer, der hier etwa den Anforderungen eines
A-Parcours entspricht, genügend breit (mindestens 4 m) und sehr voll
gebaut. Die am Boden liegende weiße Stange dient dem Pferd als
besonders willkommene Absprungerleichterung. Pferde sehen - wie
Menschen - beim Anlaufen zunächst nach unten, um sich am Boden eine
geeignete Absprungstelle zu suchen. Erst wenn sie einen ver- meintlich
guten Absprungplatz gefunden haben, richten sie wieder ihren Blick
nach oben, um dann die tatsächliche Höhe des Sprungs zu taxieren.
Gerade bei jungen Pferden sollte die Vorder- partie eines Oxers "voll"
gebaut sein. Ein allzu "luftig" gebauter Sprung mit nur ein oder
zwei Stangen wü:rde dem Pferd wieder das Taxieren erschweren. Aus
gleichem Grund sollte man einem jungen Pferd auch keinen Karee-Oxer
anbieten, bei dem sich vordere und hintere oberste Begrenzung auf
einer Höhe befinden. Pferdefreundlicher baut man, wenn die einzelne
hintere Stange etwa 10 cm höher liegt. Aus dieser Sprunggestaltung
resultiert eine leichtere, fürs Pferd wesentlich an- genehmere
Flugkurve. Auch Pferde mit wenig Parcourserfahrung springen beherzt
nach vorn und machen sich - wie über diesem Oxer - angenehm rund.
Der Reiter versucht, die Mitte des Sprungs zu treffen. |
| Verfügt er über ein geschultes Auge, kann er das
Pferd beim Anreiten bei der Suche nach einem vorteilhaften Absprungplatz
durch geeignetes verlängern (zulegen) oder verkü:rzen (aufnehmen) der
letzten Galoppsprü:nge unterstü:tzen. Das Korrigieren der Absprungdistanz
sollte drei bis vier Galoppsprü:nge vor dem eigentlichen Absprung
vollzogen sein. Bei den letzten Galoppsprü:ngen vor dem Absprung sitzt
der Reiter ruhig und überlässt dem jungen Pferd die Initiative. Es
schadet ja auch nicht, wenn das Pferd in etwas weniger gü:nstigen
Absprungbereichen Reaktionen, Beintechnik und Sprungkraft schult. Hinzu
kommen für junge Pferde wichtige Erfahrungs- werte. Wichtig ist, dass der
Reiter ruhig, tief und stets über dem Schwerpunkt (Widerrist) des
Pferdes bleibt. Das gilt für den Absprung, die Flugphase über dem
Sprung wie auch für die Landephase. | |