Kapitel 10
Ausbalancieren über einer Mauer
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Die Reiterin dieses Fotos plaziert
ihr Gewicht besser. Sie macht sich über dem Sprung klein und bemüht
sich, ihren Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Obwohl sie
ihren Kopf nach recht neigt - besser wäre es, geradeaus über den
Kopf des Pferdes nach vorne zu sehen -, bleibt ihr Gewicht dennoch
mittig über dem Pferd. Somit sind für den Braunen günstige
Voraussetzungen geschaffen, ohne negativ |
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die Mauer fehlerfrei zu überwinden. Insgesamt hinterlässt dieses Foto
einen gelasseneren Eindruck als obige. Es wird mit weniger Aufwand
geritten, nicht so auffällig gekämpft. Diesem Paar traut man auch noch
in einer höheren Klasse ein erfolgreiches Abschneiden zu. Wohingegen
oben schon wie über eine Zwei-Meter-Mauer geritten wird. Aber oft
täuscht der Eindruck. Vielleicht vermittelt die Reitweise des jungen
Mannes dem Betrachter nur einen hohen Einsatz von Reiterhilfen, ohne
dass dieses tatsächlich zutrifft. Vielleicht reitet der junge Mann
wesentlich einfühlsamer als die sich gut präsentierende Dame.
Vielleicht sitzt die Reiterin auf einem "Selbsläufer" und kann sich
deshalb auf einen schönen Sitz konzentrieren. Vielleicht gelingt es
allein dem obigen Reiter den Braunen überhaupt über einen Parcours zu
steuern. Es wäre vermessen, anhand von Fotos Reiterfähigkeiten
abschließend zu beurteilen. überlegungen zum Wohle des Pferdes sollte
man jedoch immer anstellen ... | |