Springen

Kapitel 9

Weniger gutes Ausbalancieren über ...

über der Mauer knickt der Reiter in der rechten Hüfte ein, demzufolge gleitet sein Gewicht nach links. Er befindet sich mit seinem Schwerpunkt nicht mehr über dem des Pferdes. Da aber Pferde bemüht sind, stets unter die Schwerpunkte ihrer Reiter zu gelangen, um sie besser ausbalancieren und tragen zu können, tendiert auch der Braune  über dem Sprung schon ein wenig nach links. Alles ist ein bißchen schief.

 

Kapitel 10

Ausbalancieren über einer Mauer

Die Reiterin dieses Fotos plaziert ihr Gewicht besser. Sie macht sich über dem Sprung klein und bemüht sich, ihren Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Obwohl sie ihren  Kopf nach recht neigt - besser wäre es, geradeaus über den Kopf des Pferdes nach vorne zu sehen -, bleibt ihr Gewicht dennoch mittig über dem Pferd. Somit sind für den Braunen günstige Voraussetzungen  geschaffen, ohne negativ
beeinträchtigende Schwankungen die Mauer fehlerfrei zu überwinden. Insgesamt hinterlässt dieses Foto einen gelasseneren Eindruck als obige. Es wird mit weniger Aufwand geritten, nicht so auffällig gekämpft. Diesem Paar traut man auch noch in einer höheren Klasse ein erfolgreiches Abschneiden zu. Wohingegen oben schon wie über eine Zwei-Meter-Mauer geritten wird. Aber oft täuscht der Eindruck. Vielleicht vermittelt die Reitweise des jungen Mannes dem Betrachter nur einen hohen Einsatz von Reiterhilfen, ohne dass dieses tatsächlich zutrifft. Vielleicht reitet der junge Mann wesentlich einfühlsamer als die sich  gut präsentierende Dame. Vielleicht sitzt die Reiterin auf einem "Selbsläufer" und kann sich deshalb auf einen schönen Sitz konzentrieren. Vielleicht gelingt es allein dem obigen Reiter den Braunen überhaupt über einen  Parcours zu steuern. Es wäre vermessen, anhand von Fotos Reiterfähigkeiten abschließend zu beurteilen. überlegungen zum Wohle des Pferdes sollte man jedoch immer anstellen ...
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